“Der Wald, der See, die Macht der Musik”

Odenwälder Zeitung vom 01.08.2016

FÜRTH. Eine laue Sommerbrise, eine wunderbare Kulisse mit Wald und See und richtig, richtig gute Musik – wie viel besser könnte man den Freitagabend verbringen? Der Auftakt des dritten Steinbach Open Airs des FC Fürth war ein voller Erfolg. Während die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwand, heizte die Soundfabrik Hausband den Gästen ein – mit einer wilden Mischung aus Coverversionen, von Bands wie Nickelback oder 30 Seconds to Mars.

Für das Trio, bestehend aus Philipp Zeiß an Bass und Gitarre, Bernhard Schneider am Schlagzeug und Manuel Lambert an der Gitarre, war es der erste Auftritt überhaupt – eine viel bessere Atmosphäre hätte man sich dafür nicht wünschen können. Unterstützt wurden die drei von den Gastsängern Nuno Fernandes und Christopher Hummels. Den begeisterten Zugabe-Rufen kam die Band am Ende gerne nach.

Die europaweit bekannte Coverband Me and the Heat war Hauptact des Abends. Die 1995 gegründete Gruppe schöpft aus einem Repertoire von über 600 Songs. Da war sicher für jeden Geschmack etwas dabei – von Rapnummern von Eminem über Rock von AC/DC bis zu Partyklassikern von Vanilla Ice. Die Musiker aus dem Raum Karlsruhe/ Heidelberg haben schon etliche Auftritte in wechselnden Besetzungen absolviert – unter anderem als Vorband von so bekannten Gruppen wie BAP oder Kool & the Gang. Mit diversen Klassikern aus Pop und Rock riss die Band die Gäste mit – und die Steinbachwiesen, die normalerweise der Erholung dienen, wurden zur Tanzfläche.

XXL-Bühne aufgebaut

Organisator Kurt Schmitt und sein Kollege Mark Lang legten besonderen Wert auf die Auswahl der Bands: „Wenn wir schon nicht die Originale buchen können“, so Schmitt, „dann wollen wir aber die besten Tribut- Bands!“ Und dafür, dass sich nicht nur die Gäste, sondern auch die Musiker wohl fühlen, scheuen sie keinen Aufwand: Die voll ausgestattete XXL-Bühne, die zum ersten Mal in dieser Größe in den Steinbachwiesen stand, war eine logistische Herausforderung – acht Helfer waren zwei Tage lang mit dem Aufbau beschäftigt. So konnten die Bands aus dem Vollen schöpfen und nicht nur eine akustisch, sondern auch mit Licht- und Nebeleffekten optisch einwandfreie Show hinlegen. Mit großem Aufwand wurde auch ein schöner Backstagebereich für die Bands gestaltet.

Der zweite wichtige Leitgedanke bei der Musikauswahl ist die Idee, regionale, noch unbekannte Bands zu präsentieren. Die Soundfabrik Hauseband wurde zum Stolz der Veranstalter erst für den Auftritt auf den Steinbachwiesen aus der Taufe gehoben, und mit den White Sparrows spielt am Samstagabend eine vielversprechende, aufstrebende Nachwuchsband aus dem Weschnitztal (siehe oben).

Zum ersten Mal in der Geschichte der Steinbachwiesen-Open-Airs fand dieses Jahr auch noch sonntags ein Konzert statt: Mit dem Trio „3D“ standen die Brüdern Adax, Matthias und Franz Jürgen Dörsam auf der Bühne (Seite 7). „Das erklärte Ziel ist, dass sich die Gäste wohl fühlen. Das Open Air steckt noch in den Kinderschuhen – aber wir wollen die Reihe etablieren“, so Schmitt.

Für das leibliche Wohl wurde neben den üblichen Getränken mit einer Cocktailbar und Spezialitäten vom Grill gesorgt. „Wir haben hier ein fantastisches Gelände und können zwar nicht das größte, aber eins der schönsten Open Airs der Region auf die Beine stellen“, bilanzierte Schmitt. Am Freitagabend kamen etwa 500 Besucher von jung bis alt zusammen.

Ein besonderer Dank ging an die Sponsoren, ohne die eine solch hochkarätige Veranstaltung zu so moderaten Preisen nicht machbar gewesen sei. Außerdem dankte Schmitt den Anwohnern der Steinbachwiesen für ihr Verständnis für die laute Musik und der Gemeinde Fürth für die Bereitstellung des Geländes.

Natürlich wäre auch ohne den großen Einsatz der Mitglieder des FC Fürth kein Konzert möglich – 60Mitglieder aller Altersklassen helfen jedes Jahr, und das mit zunehmender Begeisterung und Professionalität. Auch Spielerfrauen unterstützen die Veranstaltungen des Vereins: „Sie sind Stütze und Rückgrat des FC“, da sind sich Schmitt und Lang einig. Beide waren höchst zufrieden mit dem Verlauf des ersten Abends, insgesamt steckten sie ein Jahr Vorbereitungsarbeit in die Veranstaltung. Seit etwa zehn Jahren finden verschiedenste Konzerte und Partys in Fürth und Mörlenbach statt, die vom FC Fürth organisiert werden. Sie bilden ein wichtiges Aushängeschild und wirtschaftliches Standbein für den Verein, dem die Erlöse zugutekommen. LM

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